
Dr. Blos, der erste Präsident!
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1947 ereignete sich in Berlin Spandau ein
schwerer Brandunfall. Die Verletzten konnten kaum versorgt werden, den
Ärzten fehlte es am Notwendigsten. Der Bezirksarzt von
Berlin-Reinickendorf, Dr. Dietrich Blos, erfuhr von einer revolutionären
französischen Heilmethode und fuhr zwei Tage später nach Paris, um die
Therapie zu studieren und setzte sie wenig später erstmals in Deutschland
ein. Dr. Blos war ein lebhafter, weitgereister Badenser, der sein
Staatsexamen in Edinburgh gemacht hatte. Der Chirurg lebte seit 1939 in
Berlin. Zwei Jahre nach Kriegsende, 1947, war er 46 Jahre alt. Eigentlich war an seiner Frankreichreise nichts Besonderes. Doch im zerbombten Berlin, im täglichen Überlebenskampf, war dieses Engagement ungewöhnlich. Daher beschreibt diese Geschichte Dr. Blos recht treffend. Immer wieder ging er auf Reisen, um die unterschiedlichsten Erfahrungen nach Berlin zu importieren. Immer blieb er unruhig und suchte nach Unterstützung für die Hilfebedürftigen Berlins. Folgerichtig wurde er 1950 der erste Präsident des Berliner Roten Kreuzes. 26 Jahre leitete er den Verband. Er initiierte den Hausnotruf, er kaufte 1952 das Haus in der Bundesallee 73 und er war Geburtshelfer des Fahrbaren Mittagstisches. Wenn das Berliner Rote Kreuz am 8. Mai 2010 seinen 60. Geburtstag in der Bundesallee 73 feiert, wird es sich auch an seinen ersten Präsidenten, an Dr. Dietrich Blos, erinnern. |
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Letzte Aktualisierung:
18.03.2010