Während des letzten Juli-Wochenendes 2008 erlebte
die Hauptstadt hochsommerliche Temperaturen. Bei über 30 °C strömten viele
Berlinerinnen und Berliner zum Wannsee.
Die DRK Wasserwacht besetzte 3 Stationen und
hatte 9 Boote im Einsatz. Das war notwendig, denn die Helfer hatten alle
Hände voll zu tun. Während der Samstagvormittag noch für Rettungsübungen
genutzt werden konnte, wurden im Laufe des Tages die ersten realen
Einsätze notwendig. Das betraf einerseits manövrierunfähige Boote auf dem
Wasser und anderseits viele Schnittverletzungen und Insektenstiche am
Strand.
Die Wochenbilanz ergab 69 Einsätze, davon 5 mit
Alarmierung eines Notarztes und 2 mit anschließendem Transport ins
Krankenhaus. RBB-Moderator Ulli Zelle lobte am Sonntagabend in der Sendung
rbb AKTUELL die engagierten DRK-Helfer und stellte die wichtigsten
DRK-Regeln vor. Dazu gehört das Tragen von heller Kopfbedeckung, viel
Trinken und das rechtzeitige Aufsuchen des Schattens.
Für die am Wochenende besonders häufig
aufgetretenen Schnittverletzungen und Insektenstiche gilt:
Schnittverletzungen: Die Scherbe nicht
entfernen – vor allem, wenn sie größer als ein Zentimeter ist oder sehr
tief sitzt. Sonst kommt es zu weiteren Verletzungen oder es blutet stark
nach. Die eingedrungene Glasscherbe beispielsweise mit Mullbindenpäckchen
umpolstern und locker verbinden. Den Fuß hoch lagern und den Patienten zum
Arzt bringen, bzw. den Rettungsdienst rufen. Wichtig: Tetanus-Schutz
abklären!
Insektenstiche: Hier gilt schnelles
Handeln. In jedem Fall sofort den Rettungsdienst alarmieren und ganz
schnell von innen und außen kühlen. Dazu den Patienten Eiswürfel oder
Speiseeis lutschen lassen (wenn er schlucken kann!) und den Hals mit
kalten Umschlägen oder Kühlelementen kühlen, bis der Rettungsdienst
eintrifft.
Das DRK rät: Vorbeugen ist hier die beste
Medizin. Getränke und Nahrung im Freien immer abdecken. Aus dunklen
Gefäßen, wie Getränkedosen, möglichst nur mit Strohhalm trinken. Jeden
Bissen und jedes Getränk vor der Einnahme gut anschauen. Insekten nicht
durch hektische Bewegungen bedrängen. Personen, bei denen eine
Insektengiftallergie bekannt ist, sollten für den Notfall die vom Arzt
verordneten Medikamente bei sich tragen.
Verhalten bei
Verbrennungen und Sonnenstich