In der Hauptstadt bestehe weder auf Landes- noch auf Bezirksebene eine Sozialplanung, kritisierte ein Sprecher der Initiative. Instrumente wie der Sozialstrukturatlas, der soziale Brennpunkte in Berlin aufzeigt, oder regional begrenzte Ansätze könnten eine gesamtstädtische Sozialplanung nicht ersetzen.
Berlin sei besonders von Armut betroffen, sagte Hans-Joachim Fuchs, Mitinitiatior vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Immerhin seit 2010 das "Europäische Jahr des Kampfes gegen die Armut und Ausgrenzung". 18,6 Prozent der Hauptstädter waren nach Angaben des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) im Mai 2009 «Hartz IV»-Empfänger. Das ist der höchste Anteil bundesweit.
Die LAK, der Vereine, Wohlfahrtsverbände, Stiftungen oder Kirchengemeinden beitreten können, verstehe sich nicht als Gegenpol zur Sozialverwaltung, sagte Fuchs weiter. Vielmehr solle die Behörde in ihren Bemühungen unterstützt werden. Allerdings wäre ein jährlicher Armutsbericht des Senats hilfreich. Außerdem sollte Berlin über Bundesratsinitiativen Schritte auf Bundesebene gegen die sich verschärfende Altersarmut auf den Weg bringen.

