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Motorradstaffel
Unsere speziell umgebauten Sanitätsmotorräder bewähren sich im Ferienreise-Stau und bei Großveranstaltungen im Stadtgebiet. Das Berliner Rote Kreuz betreut zur Hauptreisezeit von April bis Oktober den Berliner Ring und Teile der Autobahn nach Hamburg. Sie helfen bei Unfällen, geben Auskünfte über Staus und bewähren sich als „fahrende Notrufsäulen“. Auch bei kleineren Blessuren, bei denen sich der Einsatz eines Rettungswagens nicht lohnt, sind unsere BMWs vor Ort und helfen mit vielen „kleinen“ Erste-Hilfe-Leistungen, wie bei kleinen Wunden oder Insektenstichen, bei Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen. Auch im Stadtgebiet sind die Motorräder gefragt, etwa bei Großveranstaltungen, wenn durch Straßensperrungen oder große Menschenmengen andere Rettungsfahrzeuge schwer durchkommen. So ist dies unter anderem bei allen großen Laufveranstaltungen im Berliner Stadtgebiet wie dem „25-km-Lauf“ der Fall. Insgesamt ergeben sich jährlich etwa 20 Großveranstaltungen, bei denen die Motorräder im Einsatz sind. Die Motorräder sind mit Funk und mit einer Notfallausrüstung ausgestattet, die vom Pflaster bis zur Wiederbelebung alle wichtigen Notfälle abdeckt. Die Fahrer sind erfahrene Rettungssanitäter oder -assistenten und arbeiten ehrenamtlich. Der Einsatz und die Hilfeleistungen erfolgen für Betroffene kostenlos. Wir fragen nicht nach Kostenerstattung, sondern sind unkompliziert und schnell zur Stelle, wenn Menschen Hilfe brauchen.
Ausrüstung
Jedes Motorrad ist ausgestattet mit:
Defibrillator (Herz-Elekroschockgerät)
Beatmungsbeutel
Sekretabsaugpumpe
Blutdruckmessgerät
Blutzuckermeßgerät
Infusionslösungen
Intubationsbesteck (zur Beatmung)
Verbandmaterial
Schienungsmaterial
Rettungsdecken
Stofftiere
Bonbons etc.
Infomaterial
Wie wird man Motorrad-Sanitäter?
Da die Helfer in der Regel allein fahren, werden hohe Anforderungen an sie gestellt. Sie müssen mindestens 30 Jahre alt sein, über Fahrpraxis auf größeren Motorrädern verfügen, im Rettungsdienst ausgebildet sein (mindestens Rettungssanitäter/ Rettungsassistent) und mehrere Jahre Einsatzpraxis nachweisen können. Neben der körperlichen und fachlichen Eignung kommt noch eine Charakterbeurteilung hinzu, denn die Fahrer müssen auch in schwierigen Situationen besonnen reagieren.