Nach der Evakuierung von rund 5.000 Berlinern am
15.7.2008 haben Spezialisten der Polizei am Mittwochmorgen eine
Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt.
Das Berliner Rote Kreuz war mit 2
Schnelleinsatzgruppen für Sanitätsdienste (SEG San), 6
Schnelleinsatzgruppen für Betreuungsdienste (SEG Betreuung), 5 Notärzten
und 2 Notarztwagen (NAW) der DRK Rettungsdienst Berlin gGmbH im Einsatz.
Etwa die Hälfte der 194 eingesetzten Kräfte betreute
an vier Sammelpunkten ca. 400. Anwohner, die nicht bei Freunden und
Bekannten unterkamen. Diese Sammelpunkte waren gleichmäßig über den
Sperrkreis verteilt und wurden in drei Schulen und im Stadion Wilmersdorf
eingerichtet. Dort wurden provisorische Nachtlager mit Liegen und Decken
bereitgestellt, Getränke und Suppe angeboten. 20 DRK-Fahrzeuge
realisierten 58 Transporte in die Sammelstellen sowie in benachbarte
Krankenhäuser. 2 Betreuungskomponenten und 5 Fahrzeuge des ASB, sowie 5
Fahrzeuge der JUH unterstützen das DRK.
Die Präsidentin des Berliner Roten
Kreuzes, Dr. Sabine Bergmann-Pohl, bedankte sich bei den Einsatzkräften:
„Liebe Einsatzkräfte, bei dem gestrigen Großeinsatz waren fast 200
ehrenamtliche Rotkreuzhelferinnen und -helfer im Einsatz. Ich möchte Ihnen
allen auf diesem Wege sehr herzlich dafür danken, dass Sie schnell,
zuverlässig und in bewährter Qualität zur Stelle waren. Durch Ihren
Einsatz waren Sie für die betroffenen Menschen da und haben so die
Situation für diese erträglicher gemacht. Sie haben damit einmal mehr ein
Zeichen der Menschlichkeit gesetzt und der Öffentlichkeit klar gemacht,
dass das Rote Kreuz in Berlin gut funktioniert.“
Bericht in der Berliner Morgenpost vom 16.7.08