IFA: Das Berliner Rote Kreuz wird digital
|
Fotos anklicken für Originalgröße |
Tetra, so heißt das neue digitale Funksystem für die Behörden in Deutschland. Europaweit wird bereits seit vielen Jahren über ein digitales Funksnetz kommuniziert, wohingegen in Deutschland noch eine ältere analoge Technik verwendet wird. Das soll sich nun ändern. Die BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) sind an einer einheitlichen Einführung von hochwertigsten Tetraendgeräten (Digitalfunkgeräten) interessiert, um auch organisationsübergreifend eine optimale Kommunikation zu gewährleisten.
In Berlin existiert seit vielen Jahren eine Projektgruppe, die sich kontinuierlich mit der Einführung des Digitalfunks auseinandersetzt. Der ausgewählte Personenkreis dieser Projektgruppe setzt sich aus hochqualifizierten Mitarbeitern der Berliner Behörden (neben der Berliner Polizei, der Berliner Feuerwehr, des Senats u.a. auch des Berliner Roten Kreuzes zusammen.
Als einer der bundesweit ersten Teilnehmer kommunizierte das DRK in Berlin bereits zu Einsätzen wie der Weltmeisterschaft 2006 und verschiedene Messen über Tetra. Anfangs war die digitale Technik durch die vielen neuen Funktionen noch gewöhnungsbedürftig, doch schon bald wurden die Geräte gerne von den Einsatzkräften genutzt. Mit den Tetra-Geräten kann nicht nur „gefunkt“ werden, nein, auch Telefonate lassen sich wie von einem Mobiltelefon führen. Die aktuellen Generationen verfügen sogar über GPS (Globales Positionsbestimmungssystem) und besitzen die Funktion Textnachrichten ähnlich einer SMS zu senden und zu empfangen.
Aktuell wird die Kommunikation der Rotkreuz-Helfer auf der IFA (Internationale Funkausstellung) in Berlin über Tetra durchgeführt. Hierzu werden erstmals Handfunkgeräte verschiedener Hersteller und verschiedener Baureihen gleichzeitig betrieben.
Text und Fotos: Florian Knapp Zentralbereitschaft Fernmeldedienst
|
|
Diese Seite
unterliegt dem Copyright
des Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz e.V. |