Bombenfund Köpenick

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„Bombenfund Köpenick, Evakuierungsbeginn morgen 07:00 Uhr,
Rückmelden bei […]“ stand am 06.07.2011 um 21:10 Uhr auf den digitalen Meldeempfängern, als diese anfingen zu piepen.

Obwohl es in diesem Jahr für das Berliner Rote Kreuz bereits der vierte Evakuierungsfall ist, hat jeder Einsatz seine Eigenheiten, die es zu beachten gilt.

Bei dieser geplanten Evakuierung in Köpenick „wollen wir den Bürgern entgegenkommen“, erklärt der Sprengmeister Matthias Rabe. Nachdem die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe bei Bauarbeiten gegenüber dem Forum Köpenick am späten Nachmittag von einer Beförderungsanlage für Bauschutt fiel, stellten die alarmierten Bombenexperten aus dem Grunewald schnell fest, dass vorerst keine Gefahr von der Bombe ausgeht. Um den Feierabendverkehr und die Infrastruktur nicht allzu sehr zu belasten, haben sich Polizei und Bezirksamt entschieden, die Evakuierung erst einen Tag später in den frühen Morgenstunden durchzuführen, in der Hoffnung, dass die Mehrzahl der Anwohner dann auf Arbeit sein wird.

Da sich in dem von der Polizei festgelegten Sperrradius zwei Seniorenwohneinrichtungen befanden, wurde das Berliner Rote Kreuz zu dieser Evakuierung mit dem Transport der betroffenen Personen beauftragt. So nahm der Einsatzleitdienst C des Kreisverbandes Müggelspree, Ronald Bögner, die Herausforderung auf sich und evakuierte ab 07:30 Uhr gemeinsam mit 21 Fahrzeugen (4 Rettungswagen, 7 Krankenwagen und 10 Mannschaftstransportwagen) und mehr als 60 ehrenamtlichen Helfern der Kreisverbände Müggelspree, Tempelhof/Kreuzberg, City, Wedding/Prenzlauer Berg und Reinickendorf-Wittenau, sowie dem ASB Berlin-Nordwest und dem ASB Regionalverband Südost die Einrichtungen.

Die betroffenen Personen wurden u.a. in das DRK-Klinikum Köpenick und dem Haus am Obersee, einer Vitanas Einrichtung untergebracht.

„Es freut mich, dass die 120 Bewohner meiner Einrichtung in guten Händen sind, so Wasel, der Centrumsleiter der Vitanas Seniorenresidenz Bellevue in der Parrisiusstraße 11.

Nachdem die Evakuierung gegen 11:20 Uhr durch das Berliner Rote Kreuz abgeschlossen war, konnte alsbald mit der Rückführung begonnen werden, da die Bombe gegen 12:20 Uhr entschärft wurde.

Der Kreisverband Müggelspree bedankt sich bei allen einsetzten Helfern und freut sich auf weitere gute Zusammenarbeit

     
     

    

    

   


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Letzte Aktualisierung: 7.7.2011