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Erster Weltwärtsdurchgang im Berliner Roten Kreuz geht zu Ende
Zu meinem Zugehörigkeitsgefühl habe ich mir gedacht, solange Argentinien und Deutschland nicht gegeneinander spielen, fiebere ich für beide mit. Was aber passiert wenn sie sich doch begegnen sollten, oder wie die Menschen auf mich reagieren, wenn Argentinien vor Deutschland aussteigt, mag ich mir nicht ausmalen. Ich werde die Zeit auf jeden Fall genießen und mitjubeln wenn Argentinien die Weltmeisterschaft gewinnt.“ „Seit Oktober letzten Jahres wohne und arbeite ich nun in Córdoba. Mittlerweile habe ich große Teile der Kultur Argentiniens akzeptiert und auch übernommen. Beispielsweise nicht alles zu planen, etwas ruhiger und relaxter den Tag zu beginnen, Mate zu trinken, auch mit unbekannten Leuten zu sprechen, spontan zu sein… Ich arbeite seit Kurzem zusätzlich dreimal wöchentlich in einem Seniorenheim. Die Arbeit unterscheidet sich sehr von der im Behindertenheim. Aber sie macht mir Freude. Ich beginne stets um 9 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt frühstücken die Bewohner. Danach werden alle Räume durchgefegt und ich habe Zeit mich mit den Senioren zu beschäftigen. Oft setzen wir uns raus in die Sonne und unterhalten uns oder malen Mandalas aus. Ich habe mir viele Freizeitmöglichkeiten überlegt, diese mit ihnen besprochen und werde in den kommenden Wochen hoffentlich Freude damit verbreiten. Kommenden Mittwoch wollen wir Fußball spielen; ich werde an einem Tag Früchte, Criollos und Facturas (typische Gebäcke aus Argentinien) mitbringen und mit ihnen zusammen frühstücken. Ich habe auch vor mit den Senioren zu basteln und ab und zu die Tageszeitung zu lesen. Neulich habe ich Marta und Virginia (die weiblichen Bewohner des Hauses) die Fingernägel lackiert. Sie waren ganz aus dem Häuschen und man hat die Dankbarkeit gespürt, die mich natürlich glücklich macht. Gegen 11 Uhr wird dann Mittag vorbereitet, was mir eigentlich immer sehr gut schmeckt. Gegen 13.30 endet mein Dienst. Im Casa 6 macht mir die Arbeit weiterhin Spaß. Ich habe den Kontakt zu einigen Bewohnern intensiviert, besonders zu Silvia, die psychischen Probleme hat, zur Zeit schwanger ist und jemanden zum Reden braucht. Ich kümmere mich oft um Luli, einen kleinen Welpen, den Rosa, eine Bewohnerin vor zwei Monaten geschenkt bekommen hat. Mit den Behinderten zusammen bastele ich oft oder helfe beim Mittagessen.“ „Die Zeit verfliegt
und auf einmal habe ich nur noch zwei Monate, bis es wieder nach
Hause nach Berlin geht. „Ich merke deutlich, dass sich mein Jahr hier dem Ende zuneigt, andere Volontäre fahren nach Hause, mit Bekannten und Freunden hier spreche ich auch öfter darüber und beim Skypen wird auch immer wieder festgestellt, dass es gar nicht mehr lange dauert, bis mich Familie und Freunde endlich wiederhaben.“ Auf schöne letzte 6 Wochen! Ansprechpartnerin
für Weltwärts: Telefon:
(0049)-(0)30-85005-344
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