Berliner Rotes Kreuz

 


  
Die wichtigsten Erste-Hilfe-Handgriffe für den Sommer

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In den beiden letzten Wochen stellten wir die wichtigsten Erste-Hilfe-Handgriffe für den Sommer vor. Unser Beitrag „Einsatzreiches Wochenende bei der Berliner Wasserwacht“ beschrieb den Umgang mit Schnittverletzungen und Insektenstichen. Der folgende Beitrag beschäftigte sich mit dem Verhalten bei Verbrennungen und Sonnenstich. Heute möchten wir unsere kleine Reihe abschließen und Ratschläge zum Verhalten bei starken Sonnenbrand und bei Nasenbluten geben.

Starker Sonnenbrand:

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten Grades. Er ist nicht nur unangenehm bis schmerzhaft, sondern kann durch schwere Zellschäden Jahre später zu bösartigem Hautkrebs führen. Zu erkennen ist ein Sonnenbrand an der stark geröteten Haut - wie bei einer Verbrennung.

Bringen Sie die Person in den Schatten und kühlen Sie die gerötete Stelle mit einem feuchten Tuch. Ist ein größeres Hautareal verbrannt, bringen Sie die Person zum Arzt - vor allem, wenn Fieber und Schüttelfrost hinzukommen.

Das DRK rät: Schützen Sie sich und vor allem empfindliche Kinderhaut mit geeigneter Kleidung, und tragen Sie ein dem Typ entsprechendes Sonnenschutzmittel regelmäßig auf. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Setzen Sie Ihre Haut nicht der prallen Sonne aus. Eine Kopfbedeckung und ein T-Shirt sind beim Sonnenbaden ein Muss. Babys unter einem Jahr müssen im Schatten bleiben.

Nasenbluten:

Nasenbluten entsteht durch direkte Gewalteinwirkung auf die Nase, z.B. beim Fußball, kann aber auch durch Krankheiten wie Bluthochdruck verursacht werden. Bei Kindern kommt es sehr häufig zu Nasenbluten, ohne dass eine genaue Ursache gefunden werden kann. Wenn ein Kind aus der Nase blutet, fragen Sie genau, was passiert ist. Denn vielleicht ist es gestürzt und hat weitere Verletzungen, beispielsweise eine Gehirnerschütterung.

In jedem Fall gilt: Person aufrecht hinsetzen, den Kopf nach vorne beugen, die weichen Nasenflügel zudrücken - und ein kaltes Tuch oder Kühlelement in den Nacken legen. Blutet es länger als 20 Minuten, sollte man zum Arzt fahren.

Das DRK rät: Wickeln Sie Kühlelemente oder Eisbeutel immer in ein sauberes Tuch ein, um Erfrierungen zu vermeiden. Zur eigenen Sicherheit sollten Ersthelfer im Umgang mit blutenden Wunden immer Einmalhandschuhe tragen.

Mit diesem Beitrag endet die DRK-Erste-Hilfe-Serie für den Sommer. Einen Erste-Hilfe-Kurs in Ihrer Nähe finden Sie hier oder unter www.drk.de

Bildunterschrift: Bei den „Verletzten“ handelt es sich um Mimen der Realistischen Unfalldarstellung (RUD), die bei dem Landeswettbewerb in Erster Hilfe im Britzer Garten ihr Können demonstrierten.

 

 


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Letzte Aktualisierung: 15.08.2008