Krankenhausübung am 18. Oktober 2011

 

 

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Einige Betriebsamkeit herrschte am Nachmittag des 18. Oktober 2011 im Landesverband des Berliner Roten Kreuzes. Insgesamt fanden sich 10 RTWs, KTWs und MTWs auf dem Hof ein und über 50 Personen liefen geschäftig zwischen Hof und Büroräumen hin und her. Bei näherer Betrachtung hätte man erkennen können, dass einige der Personen stark blutende Wunden im Gesicht, an Armen und Beinen trugen, dabei jedoch recht fröhlich wirkten.

Noch, muss man sagen, denn noch liefen die Vorbereitungen für die anstehende Krankenhausübung. Um 18 Uhr leerte sich dann schlagartig der Hof und die 24 Verletztendarsteller, ihre „Angehörigen“, die Einsatzkräfte und die Einsatzleitung des Jugendrotkreuz fuhren Richtung Kladow.

Ein Ausflugsdampfer hat mit voller Fahrt einen Anlegesteg gerammt und daraufhin gab es eine Explosion an Bord des Schiffes. 25 zum Teil Schwerverletzte werden daraufhin in das Krankenhaus Havelhöhe in Kladow gebracht. - So ähnlich hätte im Ernstfall die Meldung gelautet, die dem Krankenhaus übermittelt worden wäre.

Nach einem kleinen Zwischenstopp auf dem Sammelplatz in der Nähe des Krankenhauses und einer letzten Stärkung, änderte sich die fröhliche Stimmung der Verletztendarsteller und es machte sich allgemeine Konzentration und Anspannung breit. Denn sowohl die Darsteller des Jugendrotkreuzes als auch die Einsatzkräfte auf den Fahrzeugen aus allen Kreisverbänden gaben sich im Laufe des Abend große Mühe ihren Teil dieser Katastrophenübung möglichst realistisch darzustellen. Dies ist ihnen wohl auch gut gelungen ist, denn von der Senatsverwaltung wurden sie für ihre „professionelle Darstellung“ gelobt. Möglicherweise hat auch die erst kürzlich stattgefundene Mimenschulung, bei der noch einmal gezielt die realistische Darstellung von Verletzten geübt wurde, zum Erfolg der Übung für das Berliner Jugendrotkreuz beigetragen.

Ziel einer solchen Krankenhausübung, die von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz initiiert wird, ist es, die Alarmierungssysteme der Krankenhäuser, den Ablauf im Krankenhaus mit einer größeren Anzahl von Verletzten zu proben und Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen.

 
   

 

 


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20.10.2011