Am 05.08.1999 gegen Mitternacht stürzte in der Stralsunder
Altstadt ein 2-geschossiges unbewohntes Fachwerkhaus in der Nähe des
Polizeipräsidiums aus unbekanntem Grund in sich zusammen und begrub
dabei auch drei parkende PKWs unter sich.
Das Haus galt nicht als einsturzgefährdet.
Es bestand die starke Vermutung, daß Obdachlose sich in dem
Haus aufgehalten hatten, sowie übernachtende Touristen in den
verschütteten PKWs.
| 01:20 | wurde der Alarm für die Rettungshundeführer ausgelöst. |
| 02:30 | waren alle abmarschbereit. Einige Teams wurden in Einsatzfahrzeugen nach Stralsund gebracht, die anderen wurden um |
| 03:50 | mit BGS-Hubschrauber ab Tempelhof nach Stralsund geflogen. |
| 04:55 | Während der PKW - über die Autobahn mit knapp 250km/h - die Stralsunder Altstadt erreichte, war auch der Hubschrauber im Landeanflug, so daß alle gemeinsam um |
| 05:30 | die Suchmaßnahmen beginnen konnten. |
Zu Anfang wurde der Randbereich der Trümmer abgesucht. Dann Micky, der kleinste und leichteste Rettungshund Deutschlands, mit einem Kran auf den Trümmerkegel gehoben, um von oben her das Gelände abzusuchen, ohne eventuell Verschütte allzusehr durch nachrutschendes Material zu gefährden.
Der Keller des Hauses war für Menschen nicht mehr gefahrlos zugänglich, nur ein großes Loch im Boden führte senkrecht hinein. Um auch diesen abzusuchen, kletterte die erfahrene Schäferhündin Yaschra über eine Feuerwehrleiter hinunter, während die kleine Micky in einem Korb an einem Seil hinabgelassen wurde.
Die Suchen wurden um 09:30 Uhr mit dem Ergebnis beendet, daß unter den Trümmern glücklicherweise keine Menschen zu Schaden gekommen waren.
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