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Bei dem schwersten Unwetter seit Jahrzehnten sind in Berlin und Brandenburg nach Polizeiangaben acht Menschen getötet worden. Es gab zahlreiche Verletzte. Es entstand Sachschaden in Millionenhöhe. Die Orkanböen erreichten eine Geschwindigkeit von bis zu 152 Kilometern pro Stunde. Wegen umgestürzter Bäume, blockierter Fahrwege und Schienen, Überflutungen sowie brennender Dachstühle waren Polizei, Feuerwehr und andere Rettungskräfte - auch in anderen Teilen Deutschlands - im Großeinsatz. Die Berliner Feuerwehr registrierte über 2400 Sturmschäden und befand sich auch noch Tage danach im Ausnahmezustand. Der schwerste Zwischenfall ereignete sich auf einem Jugendzeltplatz auf der Berliner Wannsee-Insel Schwanenwerder. Das Inselparadies diente an diesem Tag einem Zeltlager der Jugendfeuerwehr, zu Gast waren am Unglückstag auch Kinder von im September 2001 in New York verstorbener Feuerwehrmännern die bei den schweren Anschlägen ihr Leben ließen. Diese waren zum Zeitpunkt der Orkanböen jedoch nicht mehr auf der Insel. Obwohl der Deutsche Wetterdienst bereits am Nachmittag Sturm mit Böen und Windstärken um 10 angab, dachte niemand an eine derartige Naturgewalt. Die das Jugendcamp betreuenden Erzieher begannen bei Einsetzen des Sturms die Kinder in Sicherheit zu bringen. Warum dennoch 2 Jugendliche im Alter von 12 und 15 Jahren im Lager verblieben sind, ist weiterhin unklar, jedoch wurde ihnen dies zum Verhängnis, beide Jungen wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. 13 weitere Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden laut Polizeiangaben zu Teil schwer verletzt. Alle Beteiligten wurden durch zahlreiche Helfer der einzelnen, beteiligten Hilfsorganisationen betreut und in Sicherheit gebracht. Zusätzlich wurden mehrere Krisenhelfer und Einsatz-Nachsorgeteams tätig um das Erlebte besser verarbeiten zu können. Unser Einsatz auf SchwanenwerderAuf Grund der Dringlichkeit dieses Einsatzes, man vermutete daß noch weitere Kinder im Camp vermißt wurden, und dem allgemein herrschenden Verkehrschaos unmittelbar nach dem Unwetter wurden die Hundeführer, Hunde und Helfer direkt mit Sonderrechten von der Polizei von zuhause abgeholt und zum Einsatzort gebracht. Alle Zufahrten Richtung Wannsee sowie die Autobahnen A100 und A115 (AVUS) waren durch Sturmschäden blockiert. Die Anfahrt zum Unglücksort selbst gestaltete sich etwas schwierig, da der Landweg nach Schwanenwerder ebenfalls durch umgestürzte Bäume versperrt war. Erst nach Stunden war es möglich, die Strassen wieder für Einsatzfahrzeuge passierbar zu machen. So wurden alle Beteiligten mit Booten der Wasserschutzpolizei, der Feuerwehr, der DLRG und des DRK Wasserrettungsdienstes zu dem Zeltplatz übergesetzt. Für diesen Weg entschieden sich auch die Hundeführer, und so organisierten wir uns bereits auf der Anfahrt zu Einsatzstelle ein Boot der Wasserschutzpolizei um möglichst wenig Zeit bis zu Beginn der Suche zu verlieren. Als alle Hundeführer dann um 22:00 Uhr im Bereitstellungsraum der Feuerwache Wannsee eingetroffen waren, wartete bereits die Polizei um uns überzusetzen. Nach einer kurzen Lageeinweisung begannen wir sofort das abzusuchende Areal aufzuteilen und mit drei Rettungshunden abzusuchen. Wir konzentrierten uns zunächst auf die Absuche des Zeltplatzes der am stärksten betroffen war. Unter riesigen "Blätterbergen" verschwanden unsere Hunde und zeigten uns immer neue Wege zu vollständig zerstörten und von außen nicht mehr erkennbaren Schlafstätten. Unter den teilweise meterdicken Baumstämmen und entsprechend umfangreichen Baumkronen waren viele mit bis zu 12 Feldbetten bestückte Zelte, sowie Holzhütten und Kaninchenställe so begraben und zertrümmert, daß einige erst aus unmittelbarer Nähe durch das dichte Laubwerk sichtbar wurden. Nach Presseberichten waren "nur" 8 Bäume auf diesem Platz entwurzelt und umgestürzt, vor Ort bei Nacht sah es nach erheblich mehr aus. Am nächsten Tag wurde das ganze Ausmaß der Verwüstung sichtbar, die Insel im Bereich der Zeltlager wurde fast vollständig zerstört. Die mehrstündige Absuche durch die Rettungshundeteams ergab, daß glücklicherweise keine weiteren Kinder unter den Zelten oder Bäumen zu Schaden gekommenen waren bzw. alle Personen noch vor unserem Eintreffen gefunden und versorgt werden konnten. Die ebenfalls an der Einsatzstelle erschienenen Staffeln des ASB Berlin und des DRK aus Potsdam-Mittelmark kamen aufgrund der geringfügigen, abzusuchenden Bereiche nicht zum Einsatz.
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