Einsatzbericht vom 28.08.2002

Rettungshundeanfrage um 14:30 vermisste weibliche Person in Oranienburg - Friedrichsthal. Die Anfrage wurde an den Landesverband DRK Brandenburg weitergeleitet.

Um 17:15: Anfrage des Landesverbandes DRK Brandenburg um Unterstützung
17:25: Alarm der Rettungshundestaffel Berlin City e.V.
18:55: Ausrücken ins Einsatzgebiet mit 3 RH Teams, 7 Helfern, Versorgung und Funk. 1 Team fuhr als Vorausteam vor, um das Einsatzgeschehen abzufragen und die nachfolgenden Teams einzuweisen.
19:30 vor Ort:

Gesucht wurde eine weibliche Person, 67 Jahre alt. Sie ist psychisch labil und suizidgefährdet. Am 25.08. hat sie ihre Medikamente das letzte Mal eingenommen. Seitdem fehlt jede Spur von ihr. Man weiß nur, dass sie blaue Kleidung trägt und mit einem bordeauxfarbenen Damenrad, 26er Größe, unterwegs ist. Sie meidet jeden sozialen Kontakt auch zu Familienmitgliedern. Unter der Woche ist sie in einer Tagesklinik. Nach Auskunft von Familienangehörigen ging die Vermisste im Waldgebiet zwischen Glashütte und Oder-Havel-Kanal öfter Pilze oder Blaubeeren suchen.
Dieses Gebiet sollte durch die Rettungshundestaffeln (Havelland und Berlin City e.V.) abgesucht werden.
Als besondere Gefahren wurden Bunker mit tiefen zum Teil überwachsenen Schächten angegeben. Es war allerdings kein Ortskundiger vor Ort, der die genaue Lage dieser Bunker und Schächte kannte, sodass wir uns entschlossen nur solange zu suchen, wie man ganz deutlich sehen konnte, wo man hintrat.
Wir begannen die Suche als Kettensuche mit 4 Teams 5 Helfern und 2 Gruppenleitern um 20:05 parallel zu den Gleisen in Richtung Oder-Havel-Kanal. Am Kanal waren wir um 20:50 und machten eine Pause von 15 min.
Um 21:05 suchten wir weiter in 180° Wendung. Bedingt durch das sehr schwüle Wetter benötigten die Hunde und Hundeführer am Ende dieser Suche eine längere Pause.
Nach einer kurzen Besprechung mit dem leitenden Polizisten und dem Einsatzleiter der Staffel aus Havelland wurde der Einsatz um 22:30 wegen Eigengefährdung und fehlender neuer Erkenntnisse abgebrochen.

Vielen Dank an die Versorgung und die Funkleitstelle. Die Zusammenarbeit hat wieder einmal hervorragend funktioniert.


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