Einsatzbericht vom 03.09.2002

In der ersten Septemberwoche 2002 waren wir zusammen mit einer Staffel aus Kassel einer Einladung der Danziger Feuerwehr zu einem internationalen Rettungshunde-Wettbewerb gefolgt. Der Dienstag stand uns zur freien Verfügung und wir nutzten ihn, um Danzig zu besichtigen.

Als wir zu dritt nach einer Besichtigung Danzigs zum Hotel zurückkamen - die anderen haben noch eine Hafenrundfahrt gemacht - fragte uns ein Einsatzleiter der Danziger Feuerwehr, ob ich mit meinem Hund Sina an einer Flächensuche nach einem 32-jährigen Patienten einer Rehaklinik teilnehmen würde. Gemeinsam mit einem Team aus Kassel und Helfern fuhren wir zwischen zwei Feuerwehrautos ohne eigenes Blaulicht - es war dadurch eine schnelle, aber sehr aufregende Fahrt - zum ca. 20 km von Danzig entfernten Einsatzort - eine Rehaklinik, umgeben von Seen, Wald und Feldern.

Auf dem Parkplatz sammelten sich die polnischen Hundeführer und sämtliche Bewohner der Umgebung mit Kindern, die auf Fahrrädern gekommen waren, so daß wir unsere Hunde zur Einsatzbesprechung im Auto ließen. Auf Grund der unterschiedlichen Suchmethoden der deutschen und polnischen Hundeführer wurden zwei Suchtrupps gebildet. Uns wurde ein Waldstück von etwa 500 x 2000 m zu durchsuchen zugeteilt. Gemeinsam mit der Hundeführerin aus Kassel liefen wir als Suchkette, begleitet von einem Einsatzleiter der polnischen Feuerwehr. Die Hunde liefen sehr gut und weitflächig zusammen, so daß wir in 45 min am Ende des Waldstückes ankamen und dort Pause machten - es war mit 29° C sehr warm und windstill im Wald. Anschließend versetzten wir die Suchkette, um auf dem Rückweg die zweite Hälfte des Waldes abzusuchen.

Die Hunde waren danach müde, so daß wir zum Parkplatz zurückgingen. Dort begrüßte uns der Leiter der Rehaklinik und bedankte sich persönlich bei jedem Einzelnen.

Der gesuchte Patient wurde am nächsten Tag wohlbehalten einige km entfernt an einer Bushaltestelle gefunden

Hannelore

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