Wohnhaus-Explosion in Halle/Saale

Am 21.12.2002 erschütterte eine gewaltige Detonation die Innenstadt von Halle. Was Viele vermuteten bestätigte sich: Als die erste Staubwolke sich gesetzt hatte, mitten im Ortskern von Halle, war eine Gründerzeit-Villa eingestürzt, die umliegenden Häuser stark beschädigt. Die Stephanusstrasse glich einem Bombenangriff. Menschen liefen schreiend aus ihren Häusern, andere suchten Schutz in Hauseingängen, weil es noch lange nach der gewaltigen Explosion Scherben und Trümmerteile regnete. Schnell waren die ersten Rettungsmanschaften vor Ort und versuchten zu retten was zu retten war, drei verletzte Personen wurden Notärztlich versorgt in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Am Schadenshaus selber begann man sofort mit Löscharbeiten da es zu mehreren kleineren Feuerstellen kam. Diese brannten auch noch Stunden später, da es nicht möglich war an die Brandnester heranzukommen, als die Suchteams bereits mit Rettungshunden auf dem Trümmerkegel nach evtl. verschütteten Personen suchten. Die Rettungshundestaffel der DLRG Halle, die nur wenige Augenblicke nach der Explosion mit den ersten Rettungshundeführern vor Ort waren, holten sich Unterstützung anderer Staffeln hinzu, da es anfänglich so aussah, daß sich noch eine Person unter den Trümmern befindet. Der Gesuchte konnte durch die örtlichen Behörden nicht ermittelt werden, was eine weitere Absuche der Einsatzstelle erforderte. Auch mußten die Suchmannschaften versuchen an die unter den Trümmern begrabenen PKW´s, die vor dem Haus geparkt waren, heranzukommen, um nach Überlebenden zu suchen. Für das betroffene und die benachbarten Häuser bestand während der gesamten Zeit akute Einsturzgefahr, da die Außenwände durch die gewaltige Druckwelle erheblichen Schaden erlitten hatten. Die Einsatzstelle, die ein Gesamtausmaß von ca. 400 qm hatte, wurde in Einsatzabschnitte geteilt, um eine bessere Einsatzstruktur zu ermöglichen. Das THW war mit zahlreichen Fachdiensten vor Ort und unterstützte die vor Ort führende Feuerwehrleitung tatkräftig. Da es sehr schnell dunkel wurde, konnte das THW durch die dort vorhandene Technik die Einsatzstelle taghell ausleuchten, was allen Helfern vor Ort die Arbeit wesentlich erleichterte. Im Laufe der Absucharbeiten vor Ort war es der Polizei auch gelungen die letzte noch vermisste Person ausfindig zu machen, sodaß nun von keiner weiteren verschütteten Person mehr ausgegangen werden konnte. Die Rettungshundestaffeln vor Ort entschieden sich, den Heimweg anzutreten, es verbleiben lediglich noch 2 Trümmersuchteams des DLRG auf Bitte der zuständigen Feuerwehrführung vor Ort um sukzessive im Wechsel mit den beginnenden Abräumarbeiten nochmals eingesetzt zu werden.

Diesen Einsatz seitens der Rettungshunde begleiteten:

Sachsen Anhalt:DLRG Halle/Saale2 Trümmersuchteams
DRK LV Brandenburg:DRK Havelland2 Trümmersuchteams
DRK LV Berlin:DRK Berlin3 Trümmersuchteams

Andreas Grikowsky
Fachberater für das Rettungshundewesen
im LV Berliner Rotes Kreuz


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