
LEHNIN - Ein glückliches Ende hat gestern in Lehnin die Suche nach einer 83-jährigen Bewohnerin genommen, die seit Montagnachmittag aus dem Lothar-Kreyssig-Haus vermisst war. Suchkräfte mit Hunden entdeckten die an Demenz erkrankte Charlotte H. gestern kurz vor 18 Uhr auf dem Stiftsgelände. Sie lag an einer Scheune in einer Senke. Rettungskräfte brachten sie ins nahe Krankenhaus. "Ihr soll es den Umständen entsprechend gehen", teilte Polizeioberkommissar Mike Blank dem Landkurier mit.
Was war passiert? Charlotte H. ist am Montag gegen 14.30 Uhr aus dem Alten- und Pflegeheim verschwunden. Eine von den Mitarbeitern organisierte Suchaktion blieb erfolglos. Um 16.45 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Umfangreiche Maßnahmen begannen.Ein Hubschrauber stieg auf. Weil die als orientierungslos geltende Frau nicht gefunden wurde, begann gestern erneut eine umfangreiche Suche auf dem Altenheimgelände sowie in der näheren Umgebung. Offenbar hatte man mit dem Schlimmsten gerechnet. Polizeitaucher suchten den Emster-Kanal ab. Ein Hubschrauber war erneut im Einsatz, um die Schilfgürtel von Klostersee und Netzener See abzufliegen. Ein Boot der Wasserschutzpolizei nahm Kurs auf Lehnin, um die Suche von der Wasserseite her zu unterstützen. In den Wäldern war die Landespolizei mit über 20 Bereitschaftspolizisten unterwegs. Am Nachmittag stieß eine Hundestaffel des DRK mit 30 Kollegen und elf Hunden dazu. Für Vierbeiner ist Absuche bei der Hitze Schwerstarbeit. Die Polizei, die auf Mithilfe aus der Bevölkerung setzte, machte Lautsprecherdurchsagen in Lehnin, Netzen und Nahmitz. Es war eine der größten Aktionen. (bür)
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