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Am 24.3.2011 wurden in der großen Mittagspause die diensthabenden Sanitäter
des Schulsanitätsdienstes der Alexander-Puschkin-Schule durch das
Sekretariat zu einer Schülerin mit einer Kreislaufschwäche gerufen. Bei der
Klasse handelte es sich um eine Grundschulklasse, die anlässlich eines
Projektes in der Schule zu Gast war.
Bei der Schülerin leisteten die Sanitäter Erste Hilfe und alarmierten einen
Rettungswagen der Berliner Feuerwehr. Nach der Übergabe der Schülerin an die
Besatzung des Rettungswagens, begaben sich die Schulsanitäter wieder in den
mittlerweile begonnen Unterricht.
Kurze Zeit später wurden die Schulsanitäter erneut in die gleiche Klasse
gerufen. Jetzt klagten bereits 3 weitere Kinder der Klasse über Übelkeit und
Kreislaufprobleme. Nach Rücksprache mit der Direktorin wurden jetzt alle
ausgebildeten Sanitäter des Schulsanitätsdienstes aus ihren Klassen gerufen,
um die diensthabenden Sanitätern bei der Versorgung der Klasse zu
unterstützen.
In der weiteren Zeit klagten mittlerweile 7 Kinder der Klasse über die
gleichen Symptome. Diese Information gab die Schulleitung an die Leitstelle
der Berliner Feuerwehr und an den diensthabenden C-Dienst des DRK
Kreisverbandes Müggelspree e.V. weiter.
Die Leitstelle der Berliner Feuerwehr alarmierte nun zum Einsatzstichwort
Massenanfall von Verletzen der Stufe 1 einen Einsatzleitwagen, ein Notarzt
und 3 Rettungswagen zur Versorgung der Kinder. Ebenfalls fuhr der
Einsatzleitwagen des DRK mit zur Einsatzstelle, um die Feuerwehr bei der
Versorgung zu unterstützen und die Sanitäter des Schulsanitätsdienstes und
die restlichen Kinder der Klasse psychologisch zu betreuen.
Bei der Anfahrt an die Schule wurden die Einsatzfahrzeuge durch die mit
Warnwesten bekleideten Sanitäter hervorragend eingewiesen. Auch die
Erstversorgung durch den Schulsanitätsdienst erfolgte so gut, dass die
eingetroffenen Einsatzkräfte die Weiterversorgung problemlos übernehmen
konnten.
Insgesamt wurden 7 Kinder in verschiedene Berliner Krankenhäuser zur
weiteren Überwachung transportiert. Warum gleich so viele Kinder über die
Symptome klagten, konnte vor Ort nicht geklärt werden. Für die Betreuung der
Schulsanitäter und der Schule für die weitere Zeit von 3 Stunden, wurde
durch den C-Dienst des Kreisverbandes Müggelspree ein Rettungswagen
nachalarmiert, welcher mit der Abfahrt der Berliner Feuerwehr an der
Einsatzstelle eintraf.
Die gute Leistung der Sanitäter konnte durch eine langjährige Begleitung des
Schulsanitätsdienstes durch das Berliner Jugendrotkreuz erreicht werden. So
werden die Lehrer durch den Landesverband des Berliner Roten Kreuzes
speziell auf die Leitung einer Schulsanitätsdienstgruppe geschult und über
lange Zeit unterstützt. Es finden jährlich Wettbewerbe für die Berliner
Schulsanitätsdienstgruppen statt und auch eine Teilnahme als Darsteller bei
Krankenhausübungen wird durch die Schulsanitäter gerne angenommen.
Bei der Schulsanitätsdienstgruppe der Alexander-Puschkin-Schule kommt noch
eine Patenschaft zur DRK Bereitschaft Lichtenberg hinzu. Durch diese
Patenschaft haben die Sanitäter zum Beispiel die Möglichkeit, bei Einsätzen
der Bereitschaft als Praktikanten teilzunehmen. Oder die Bereitschaft
entsendet zu Veranstaltungen der Schule ihre Fahrräder, Motorräder oder
Einsatzfahrzeuge, die dann zusätzlich mit Sanitätern des
Schulsanitätsdienstes besetzt werden.
Ein großes Lob erhielten die Schulsanitäter von den Einsatzleitern von der
Berliner Feuerwehr, dem DRK und von der Notärztin der Sana-Klinik
Lichtenberg.
Pressemeldung
Ronald Bögner
Diensthabender C-Dienst |