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Fortbildung an der Landesrettungsschule
Brandenburg e.V.
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Rettungssanitäter und Rettungsassistenten der Kreisverbände Müggelspree und Berlin-City nahmen Anfang Juni 2011 gemeinsam an einer Seminarwoche „Rettungsdienst“ teil und absolvierten erfolgreich die 30-Stunden Fortbildung für Rettungsdienstpersonal. Nach den positiven Erfahrungen aus dem letzten Jahr bat der KV Müggelspree das Team der Landesrettungsschule Brandenburg (LRB e.V.) in Bad Saarow wieder eine Fortbildungswoche zu organisieren. Bereits im vergangenen Jahr wurden dazu Themenvorschläge gemacht, welche der Schulleiter in einem interessanten Programm zusammenfasste. Nach einer herzlichen Begrüßung und ein paar einführenden Worten von Herrn Wabnik (Schulleiter) folgte der Themenblock „Wem hilft Beatmung im Rettungsdienst?“. Dazu erläuterte Dr. Bernard (Facharzt für Anästhesiologie / Notfallmedizin) in seinem Vortrag die Indikationen für eine Beatmung, Beatmungsverfahren und die Behandlung von Atemstörungen im Rettungsdienst, klärte die Frage „Braucht jeder Patient einen Tubus?“ und erläuterte an verschiedenen Modellen die Funktion von Notfallbeatmungsgeräten und die möglichen Messungen an beatmeten Patienten. Ein weiterer Themenblock war die „Narkose im Rettungsdienst“ gefolgt von praktischen Übungen zur Intubation und verschiedenen alternativen Beatmungsverfahren. Für die viertägige Fortbildung organisierte die LRB e.V. Unterkünfte für die 12 Teilnehmer und so konnten nach dem ersten Seminartag die komfortablen Ferienhäuser direkt am Scharmützelsee bezogen werden. Nach einem erfrischenden Bad und einem erholsamen Nachmittag am Strand ließen die Teilnehmer den ersten Abend mit einem Erfahrungsaustausch und Gesprächen am Grill gemütlich ausklingen. Bereits am nächsten Morgen fanden sich die Teilnehmer in Dienstkleidung in der Schule ein, denn der zweite Tag sollte ganz im Zeichen von praktischen Übungen und Fallbeispielen stehen. Nach einem kurzen Überblick über die aktuellen Richtlinien zur Reanimation, alternativen Beatmungshilfen und intraossären Techniken folgte das Stationstraining in der hervorragend ausgestatteten San-Arena. Hauptbestandteil der Übungen war das Megacodetraining bei internistischen Notfällen zum Beispiel auf einer Baustelle oder im öffentlichen Straßenland. Mit Teamwork und Praxiserfahrung meisterten die haupt- und ehrenamtlichen Rettungsdienst´ler die Fallbeispiele und konnten so vom Wissen der jeweils anderen profitieren und eine Menge dazu lernen. Für den Nachmittag hatte die LRB e.V. ein Besuch auf der Sommerrodelbahn in Fürstenwalde inkl. Grillabend organisiert und so für viel Spaß unter den Teilnehmer gesorgt. Am dritten Tag der Fortbildung, an dem es um pädiatrische Notfälle gehen sollte, wurden die Teilnehmer bereits von Doz. Dr. med. Lederer erwartet. Er wiederholte die anatomischen/physiologischen Besonderheiten bei Säuglingen und Kleinkindern anhand von sehr interessanten Fallbeispielen, erläuterte das medizinische Equipment zur Behandlung von pädiatrischen Notfällen auf dem RTW, NEF und RTH und klärte die Frage: „Wohin mit dem kleinen Notfallpatienten – was ist bei der Auswahl des Zielkrankenhauses zu beachten?“. Weitere Themen waren die Schmerzbekämpfung beim kindlichen Notfallpatienten, die Reanimation und die invasiven Maßnahmen am Kind. Für die praktischen Übungen stellte die LRB e.V. ihr sehr umfangreiches Equipment zur Verfügung, sodass jeder Teilnehmer ausreichend Übungsmöglichkeiten hatte und die Zeit an diesem Tag sehr schnell verging. Der letzte Tag stand im Zeichen der Rechtssprechung. Rettungsassistent und Rechtsanwalt Hr. Körber sprach über die strafrechtlichen Probleme im Rettungsdienst, das Straßenverkehrsrecht und die Probleme bei bodengebundenen Transporten von Patienten, die Todesfeststellung für nichtärztliches Personal und die Zusammenarbeit mit anderen Behörden an der Einsatzstelle und daraus entstehende rechtliche Probleme. Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich beim Team der Landesrettungsschule Brandenburg e.V., den Dozenten und Lehrkräften und dem Schulleiter Herrn Wabnik für diese interessante Fortbildungswoche und die persönliche Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Planung unserer Fortbildung bedanken. www.landesrettungsschule.de / Sandra Bögner |
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Letzte Aktualisierung:
23.06.2011