|
Wir ehrenamtlichen Helfer in
der sozialen Arbeit treffen uns regelmäßig jeden 4. Mittwoch
im Monat zum "Erfahrungsaustausch".
So intensiv und bereichernd
Begegnung und Austausch im Rahmen monatlicher
Mittwochstreffen der
Besuchsdiensthelfer ein jedes Mal sind, so gelingt es doch
stets, den besonderen Veranstaltungen ein Sahnehäubchen
aufzusetzen.
Beim letzten Treffen
erwartete uns ein historischer Teil Berlins, der sich bis
heute seine Zeugenschaft einer abwechslungsreichen
Stadtgeschichte bewahrt hat. Berlin ist im Wandel. Er ist
typisch für eine Stadt, die durch die Geschichte nachhaltig
geprägt wurde. Wandel verändert. Auch die typische
Kiezatmosphäre eines Stadtbezirkes. Vieles gerät in
Vergessenheit, obwohl wert, bewahrt zu werden.
So sollte den stummen
Zeugen Berliner Geschichte das Wort gegeben werden, die die
Geschichte der Stadt schon in ihrer Frühzeit selbst
mitgeprägt haben.
Wer kann dies besser als
jene Menschen, die ihr Leben mit Berlin verbunden haben und
selbst Bestandteil lebendiger Kultur Berlins sind? Seit
Jahren engagiert sich Schauspielerin Eva Maria Radoy für das
Deutsche Rote Kreuz. Und wir alle hatten uns mittags am
S-Bahnhof "Hackescher Markt" eingefunden, um beim
„Geschichtenwandern“ auf den Spuren Altberliner Anekdoten
und Geschichten durch Mitte mehr über die unbekannten Seiten
unserer uns "so vertrauten" Stadt aus berufenem Munde zu
erfahren und die stummen Zeugen einer alten und bewegten
Stadtgeschichte über ihre junge Stimme der Gegenwart
sprechen zu hören.
Los ging's am Hackeschen
Markt. Wir erfuhren alles. Über ihn und seinen Grafen Hacke,
über die Spuren der sagenumwobenen Linden des
Heilige-Geist-Friedhofs, über die Fusion von Cölln und
Berlin, über die Marienkirche und ihrem Interieur. Dieser
Bericht will und kann nicht all die Anekdoten, historischen
Ereignisse, Zufälle und menschlichen Einzelschicksale
wiedergeben, die das Werden der Stadt so bunt, und bisweilen
traurig bis zutiefst tragisch, gestaltet haben.
Für Nachhaltigkeit des
Erzählten gab uns die Chronistin eine Skizze des begangenen
historischen Viertels mit. So hätten es noch mehr
Geschichten werden können. Nicht nur nach dem Geschmack Eva
Maria Radoys, denn wir alle hörten interessiert und gebannt
ihren Erzählungen zu, die in uns beredte Lebensbilder
Berlins entstehen ließen, die fortan vieles im Rahmen einer
jahrhundertealten, auch sprunghaften, Stadtgeschichte sehen
und verstehen lassen. Aber die uns bis dahin wohlgesonnene
Sonne verzog sich hinter Regenwolken, die uns mit ihren
Tropfen, den Genuss von Kaffee und Kuchen in einem der Cafés
am Fuße des Fernsehturms nahelegte.
Wir hatten vieles zu
erzählen und wer neugierig geworden ist und mehr erfahren
will über unsere Arbeit und Aktivitäten, der wende sich an
den Ehrenamtlichen Besuchsdienst,
DRK
Kreisverband Schöneberg-Wilmersdorf
e.V., Güntzelstraße 30, 10717 Berlin,
Ansprechpartnerin: Marion
Fialski, Tel.: 030 / 86 49 39 16
Arnd
Moritz
|