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Voller Erwartungen und Ängste hatte ich mich für
einen zweihundertstündigen Basiskurs Pflege
angemeldet. Ich möchte mich beruflich neu
orientieren, aber ich habe keine Ahnung von der
Pflege. Werde ich das alles lernen können? Werde ich
es schaffen, einen liegenden Patienten zu versorgen?
Sicher, bei meinen Kindern habe ich das früher auch
gemacht. Aber bei Erwachsenen? Bei Fremden?
Bei meiner Anmeldung erklärte man mir, dass keine
Voraussetzungen für den Besuch des Kurses notwendig
sind. Man sagte nur: „Lassen sie sich überraschen,
warten sie den Kursbeginn doch einfach ab.“ Ich war
sehr froh und erleichtert.
Im Kurs lernten wir an einer Trainingspuppe – wir
tauften sie „Emilia“ – das Waschen, Lagern und die
Hilfe bei der Nahrungsaufnahme sowie pflegerische
Handgriffe. Das geduldige Stillhalten unserer
„Patientin“ ließ mich meine anfängliche Angst vor
dem vielen Neuen schnell vergessen. Immer wieder
forderte unsere Ausbilderin, wir sollten die vielen
Handgriffe üben. Das anschließende Praktikum konnte
ich schon ganz ruhig und sicher antreten.
Nach drei Wochen trafen wir uns zum Kursabschluss
wieder. All unsere großen und kleinen Erfahrungen
haben wir ausgetauscht, über manche
Ungeschicklichkeit gelacht und festgestellt, dass
unser intensives Üben doch sehr notwendig war. Seit
April arbeite ich in einem Pflegeheim. An „Emilia“
werde ich sicher noch oft denken.
Infos: Marita
Ackermann,
DRK Kreisverband Schöneberg/Wilmersdorf e.V.
Telefon: 030 / 688 319 860,
eMail
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