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Am Samstag, den 24.09.2011
hieß es um 9:00 Uhr früh: Alarm für die Sanitätsgruppe der Bereitschaft
Tempelhof/ Kreuzberg! Zwei Wohnhäuser in dem sich mehrere Menschen
aufhielten standen in Flammen, es soll viele Verletzte geben. Ein so
genannter Massenanfall von Verletzten, kurz: MANV, hatte sich ereignet. Die
Sanitätsgruppe wurde von der Feuerwehr zur Bewältigung dieser Schadenslage
hinzugezogen.
Glücklicherweise handelte es
sich bei diesem Szenario nur um eine Übung auf dem Polizeiübungsgelände „Fighting
City“ in Ruhleben. In dieser Geisterstadt, welche ursprünglich vom
Britischen Militär genutzt wurde und nun der Polizei für Übungen dient,
dürfen auch die Hilfsorganisationen und Feuerwehren den Einsatz bei
Schadenslagen trainieren. Dieses mal waren es die Freiwilligen Feuerwehren
Falkenberg und Pankow sowie die Sanitätsgruppe des DRK Tempelhof/ Kreuzberg.
Die Sanitätsgruppe war mit
einem Arzttruppwagen (ATW), einem Krankentransportwagen für bis zu vier
Verletzte (KTW4Tr.), einem Rettungswagen (RTW) sowie einem Führungsfahrzeug
(ELW) vor Ort. Zuerst wurde durch die eintreffende Rettungswagenbesatzung
eine Verletztenablage in der Nähe des Schadensgebietes eingerichtet. Hier
wurden die geretteten Personen durch die Kräfte der Feuerwehr zunächst
abgelegt, wo sie dann von den Rotkreuzkräften des RTW übernommen wurden.
Nach einer kurzen Absprache des Gruppenführers Sanitätsdienst mit dem
örtlichen Einsatzleiter der Feuerwehr wurde in einer Seitenstraße der so
genannte Behandlungsplatz durch die Kräfte der Sanitätsgruppe eingerichtet.
Die geretteten Personen wurden nun gesichtet und in verschiedene Kategorien
eingeteilt, diese Sichtung ist auch unter dem französischen Begriff:
„Triage“ bekannt. Dies dient dazu, den Schweregrad der Verletzung und die
Priorität der Behandlung festzulegen. Nach der Sichtung wurden die Patienten
behandelt und transportfähig gemacht. Je nach Schweregrad der Verletzung
erfolgte dann der Abtransport durch die Rettungsfahrzeuge.
Sowohl für die Kräfte der
Berliner Feuerwehr als auch die Rotkreuzhelfer war die Übung sehr lehrreich
und diente zum besseren Verständnis zwischen der Feuerwehr und dem DRK.
Regelmäßiges Training ist wichtig damit im Ernstfall alles reibungslos
funktioniert.
Die Sanitätsgruppe sowie die
anderen Fachdienste des DRK sind Teil des Katastrophenschutzes im Land
Berlin. Die hier tätigen Einsatzkräfte sind speziell für solche
Schadensfälle ausgebildet und sind ehrenamtlich tätig. Sollten auch Sie sich
für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Bereitschaft Tempelhof/ Kreuzberg
interessieren, schauen Sie doch einfach mal bei uns vorbei. Die Bereitschaft
trifft sich immer am Mittwoch ab 20 Uhr in der Unterkunft im Nunsdorfer Ring
13, 12277 Berlin.
Daniel Nitschke
Gruppenführer Sanitätsdienst
Bereitschaft Tempelhof/ Kreuzberg
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