25 Kilometer Lauf führt durch die Innenstadt Berlins - DRK Berlin sicherte ab

Jubiläumsjahr des "BIG25" aber ohne größere Zwischenfälle für die Sanis

  Im 30. Jahr seiner Austragung hatte der traditionelle 25-Kilometer-Lauf in Berlin im Mai 2010, inzwischen der "BIG25", vom sportlichen Standpunkt aus allerhand zu bieten: Nie zuvor ist es bei einer Langstreckenlaufveranstaltung geglückt, dass beide Sieger, Mann wie Frau, einen neuen Weltrekord aufstellten. Berlin geht also auch 2010 wieder in die Leichtathletikgeschichte ein! Beinahe 10.000 Teilnehmer erleben Berlin bei gutem Laufwetter also wieder einmal als eine Stadt des Sports.

Um so schöner ist es, dass vom medizinischen Standpunkt aus eher ein Negativ-Rekord zu Buche schlägt. Entlang der gesamten Strecke war das Rote Kreuz mit Sanitätszelten und Rettungs- und Krankenwagen vertreten, um den Sportlern bei medizinischen Problemen schnell und kompetent zur Seite zu stehen. Helfen aber, mussten sie nur selten.

Wie in den Vorjahren auch, hatten sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit ihren Unfallhilfsstellen auf Krämpfe, Kreislaufprobleme und schlimmstenfalls auch auf ein Herzversagen vorbereitet. Die jüngere Geschichte zeigt ja auch in Berlin, dass solche Ereignisse immer wieder vorkommen. So musste erst vor kurzem beim Berliner Halbmarathon der Tod eines Teilnehmers beklagt werden.

Um so schöner war es dann, dass nur wenige Läufer mit Problemen Rat und Hilfe suchen mussten. Im Zelt des DRK Ortsverein Wittenau e.V. am Kilometer 22,5 etwa, wurden gerade einmal 6 Hilfeleistungen verzeichnet. Einer der Läufer hatte fahrlässiger Weise auf sein Frühstück verzichtet, weshalb seine Blutzuckerwerte so sehr im Keller waren, dass er das Rennen abbrechen musste und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus verlegt wurde.  Ein anderer Läufer bekam schmerzhaft zu spüren, dass seine Vorbereitung nicht gut genug war. Er konnte aber bis zum Ziel weiter laufen, wenn auch weit ab von persönlichen Bestzeiten.

Bestzeiten liefen hingegen die beiden Kenianer Samuel Kosgei und Mary Keitany, denen es gelang, in 1:11:50 Stunden bzw. 1:19:53 Stunden stolze 25 Kilometer unter die Schuhe zu nehmen. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 22 km/h! Im Berliner Berufsverkehr ist man mit dem Auto auch nicht schneller...

Mary Keitany ist übrigens die erste Frau, der es gelang, die Distanz unterhalb von 1:20:00 zu laufen. Ihr Marathon-Debüt plant die 28-Jährige nun auch für Berlin in diesem Herbst. Hoffentlich ein gutes Omen!

Wie die Läufer, so halten sich auch die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes immer weiter fit. In den Bereitschaften der Kreisverbände und Ortsvereine wird immer wieder geübt, was im Ernstfall zu tun ist und welche Handgriffe ganz leicht ein Leben retten können. Woche für Woche werden die Freiwilligen so für die kommenden Herausforderungen trainiert. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen! Adressen und Ansprechpartner gibt es hier auf der Website.

Ebenfalls im Einsatz waren Helferinnen und Helfer aus dem Kreisverband Wedding / Prenzlauer Berg.

-vpt

       

   

 


Diese Seite unterliegt dem Copyright des Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz e.V.
Bachestr. 11 - 12161 Berlin - Deutschland
Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung: Der Landesgeschäftsführer  drk@drk-berlin.de
Letzte Aktualisierung: 04.02.2011