Bericht Informationstagung zum Humanitären Völkerrecht
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v. l.n.re.: Robin Borrmann, Dr. Habil,
Joachim Heintze, Daniel Scherr, Dr. Borschberg

Robin Borrmann

Prof. Dr. Wolff Heintschel von Heinegg

RA Gesine Reisert

Am 27. November 2009 veranstalteten die Landesverbände Berliner Rotes Kreuz und Brandenburg nun bereits zum fünften Mal eine Informationstagung zum Humanitären Völkerrecht.

Ausrichter war erneut der Landesverband Berliner Rotes Kreuz.

Wie jedes Jahr richtete sich die Tagung vorrangig an Rechtsreferendare, sowie an interessierte Studenten und DRK Mitglieder.

Der besondere Reiz der Veranstaltung lag traditionsgemäß darin, dass sie durch seinen einführenden ersten Teil auch Einsteigern den Zugang zum Humanitären Völkerrecht ermöglichte und zugleich auch diejenigen erreichen konnte, welche auf dem Gebiet bereits über einige Vorkenntnisse verfügten.

Auch dieses Mal gelang es hoch qualifizierte Vertreter aus Lehre und Praxis als Referenten für die Veranstaltung zu gewinnen.

Im Einführungsteil der Tagung schuf Dr. habil. Joachim Heintze vom Institut für Friedensicherung und Humanitäres Völkerrecht IFHV der Ruhr Universität Bochum mit seiner Einführung in das Humanitäre Völkerrecht die Grundlagen für den weiteren Verlauf der Veranstaltung. Abgerundet wurde der Vormittag durch zwei weitere Vorträge zu den Durchsetzungsmechanismen des Humanitären Völkerrechts unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Roten Kreuzes, sowie zur hoch aktuellen Problematik der Rechtmäßigkeit des Einsatzes von abgereicherter Uranmunition am Maßstab der von Dr. Heintze eingangs skizzierten Grundsätze durch Robin Borrmann in seiner Doppelfunktion als designierter kommissarischer Landeskonventionsbeauftragter des Berliner Landesverbands des DRK und Vorstandsmitglied der International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA).

Den Schwerpunkt der Tagung bildete wie jedes Jahr das Nachmittagsprogramm.

Zunächst verdeutlichte Prof. Dr. Wolff Heintschel von Heinegg von der Europa- Universität Viadrina Frankfurt/Oder den Teilnehmern die Bedeutung und Flexibilität des Humanitären Völkerrechts in der Praxis heutiger bewaffneter Konflikte, indem er die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Luftkriegsregeln aufzeigte.

Abschließend illustrierte die am ICC und ICTY zugelassene RA Gesine Reisert von der Berliner Kanzlei Reisert&Groppler die praktische Bedeutung des Humanitären Völkerrechts in der anwaltlichen Praxis in ihrem Vortrag zum Thema Internationales Strafrecht aus der deutschen Anwaltsperspektive.

Unser besonderer Dank gebührt neben den Referenten dieses Jahr Daniel Scherr, welcher als Mitglied des vom Berliner Landesverband 2007 gegründeten akademischen Zirkels Humanitäres Völkerrecht die Moderation der Tagung übernahm.

Der Zirkel setzt sich zusammen aus interessierten jungen Völkerrechtlern, welche die Organisation der jährlich statt findenden Informationstagung unterstützen und aktuell an einem Modelkonzept zur Verbreitung des Humanitären Völkerrechts an Berliner Gymnasien arbeiten.

Der Zirkel steht jedem offen, der Interesse am Humanitären Völkerrecht hat und bereits einige Kenntnisse mitbringt. Interessenten setzten sich bitte mit dem kommissarischen Landeskonventionsbeauftragten in Verbindung.

Auch in diesem Jahr wird wieder eine Informationstagung zum Humanitären Völkerrecht am 2. Dezember im Haus des LV Berliner Rotes Kreuz in der Bundesallee 73, 12161 Berlin, stattfinden.

Das Programm und alle weiteren Informationen werden auf der Internetseite des Landesverbandes zu gegebener Zeit veröffentlicht.

   

 


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Letzte Aktualisierung: 27.04.2010