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Alle Hände voll zu tun hatten
die drei Helfer unseres Kreisverbandes, die am Samstag, dem
21.5.2011 mit unserem Rettungswagen im Einsatz waren: Ein
Arbeiter war von einem Dach abgestürzt und musste mit Hilfe der
Feuerwehr aufwändig gerettet werden; ein Brandverletzter musste
behandelt werden, nachdem sein PKW Feuer gefangen hatte und
zahlreiche weitere Patienten mit kleineren Erkrankungen oder
Verletzungen mussten versorgt werden. Eine psychisch labile Frau
konnte schließlich nur knapp davon abgehalten werden, sich von
einem Gebäude zu stürzen.
Zum Glück kam aber in
Wirklichkeit keiner der "Patienten" tatsächlich zu Schaden, denn
es handelte sich nur um eine Übung. Das umfangreiche
Übungsszenario fand auf dem Truppenübungsplatz Lehnin in
Brandenburg, unter der Regie der Freiwilligen Feuerwehr
Friedrichshain, statt. Das gemischte Teilnehmerfeld bestand aus
Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren Friedrichshain,
Schöneberg, Neukölln und Urban sowie der DRK-Kreisverbände
Wedding / Prenzlauer Berg und Müggelspree.
Im Einsatz waren drei Löschhilfeleistungsfahrzeuge (LHF), zwei
Rettungswagen (RTW), zwei Krankentransportwagen (KTW), ein
First-Responder-PKW sowie zur Koordination des Einsatzgeschehens
eine mobile Leitstelle der Berliner Feuerwehr.
Die Fahrzeuge besetzten die
Feuerwache des Truppenübungsplatzes und wurden von dort zu
unterschiedlichen Szenarien alarmiert, die sämtlich dem
Feuerwehr- und Rettungsdienstalltag entnommen waren. Das
erfahrene Team der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung
(RUND) der DLRG war hierbei dafür zuständig, die jeweiligen
Patienten darzustellen, wobei reichlich Schminke und Kunstblut
zum Einsatz kam. Als Schauplatz des Einsatzgeschehens diente
eine normalerweise militärisch genutzte Häuserkampfanlage, deren
Gebäude und Straßen ein realistisches Abbild einer echten
Kleinstadt boten.
Speziell für die Feuerwehr gab
es hier auch Gelegenheit zum Anzünden - und natürlich
anschließendem Löschen - von PKWs oder Gebäuden.
Besonders interessant und
lehrreich waren für alle Beteiligten die Übungsszenarien, bei
denen "Rot und Weiß", also Feuerwehr und DRK, Hand in Hand
zusammen arbeiteten und so ihre gegenseitigen Arbeitsabläufe
kennenlernten. Beispielsweise war der eingangs erwähnte Arbeiter
vom Dachfirst so ungünstig auf ein Vordach gefallen, dass er
dort von den eintreffenden Sanitätern des DRK nicht direkt
versorgt werden konnte. Erst die Unterstützung der
nachalarmierten Feuerwehrkräfte machte eine technische Rettung
mit einer Schaufeltrage möglich, wobei die Einsatzkräfte sich
auch selbst mit Seilen gegen einen Absturz sichern mussten.
Für unsere Helfer und auch alle
anderen Teilnehmer war die Übung insgesamt sehr spannend und bot
viele Möglichkeiten zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
Insbesondere die hervorragende und kameradschaftliche
Zusammenarbeit mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehren, zu
der in der Berliner Einsatzrealität leider nur selten
Gelegenheit besteht, ist hierbei hervorzuheben. Es wäre uns
daher eine große Freude wieder dabei zu sein, wenn es im
nächsten Jahr heißt: Auf zur Mission Lehnin 2012!
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