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11.01.2018

Strategiekonferenz Wohnungslosenhilfe

Von: DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V.

Elke Breitenbach (Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales) und Barbara Eschen (Diakonisches Werk) auf der Pressekonferenz nach der Strategiekonferenz Wohnungslosenhilfe.

Elke Breitenbach (Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales) und Barbara Eschen (Diakonisches Werk) auf der Pressekonferenz nach der Strategiekonferenz Wohnungslosenhilfe.

Am 11. Januar fand die erste gemeinsame Expertenrunde von Berliner Bezirken, Senat und Hilfsorganisationen zur Wohnungslosigkeit statt. Auf der Strategiekonferenz Wohnungslosenhilfe waren auch die Berliner Wohlfahrtsverbände (LIGA) vertreten, deren Federführung das Berliner Rote Kreuz 2017 und 2018 inne hat.

"Wir wissen, dass die Gründe für Obdachlosigkeit sehr vielfältig sind und es keine einfache Antwort geben kann, sondern auch vielfältige und individuelle Maßnahmen ergriffen werden müssen", sagte Volker Billhardt, LIGA-Vorsitzender und Vorsitzender des Vorstands und Landesgeschäftsführer des Berliner Roten Kreuzes. "Es fehlen bezahlbarer und angemessener Wohnraum in der ganzen Stadt. Hier ist der Senat aufgefordert, dringend auch kurzfristig Wohnraum zu schaffen. Wir brauchen nicht über Prävention zu reden, wenn der Wohnraum nicht vorhanden ist", erklärte Billhardt weiter.

Die Experten waren sich einig: Dreh- und Angelpunkt ist die Wohnungssituation. Barbara Eschen betonte als Vertreterin der LIGA, dass es bei der aktuellen Wohnungsknappheit illusorisch ist, alle Wohnungs- und Obdachlose in regulären Wohnungen unterzubringen. Sie schlug vor, das Angebot an Modularen Unterkünften für Flüchtlinge (MUF) und Tempohomes auszuweiten. Dort sollen die Betroffenen für eine Übergangszeit untergebracht werden. Die Senatssozialverwaltung geht in einer aktuellen Prognose davon aus, dass 30 MUFs mit einer Größe von 250 bis 400 Plätzen benötigt werden, um den Bedarf zu decken.

Caritas-Vorstandsvorsitzende Ulrike Kostka kündigte an, dass im Frühjahr erstmals ein Bericht zur medizinischen Versorgung der Obdach- und Wohnungslosen veröffentlicht werde.

Text und Foto: Regina Radke-Lottermann/DRK