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28.02.2017

Wenn aus einem Routineeinsatz eine Großschadenslage wird

Von: DRK-Landesbereitschaft

Kommunikation und Kooperation der einzelnen Einsatzabschnitte gehörten zu den Schwerpunkten der Prüfung.
Insgesamt zehn „Verletzte“ mussten von den Helfern versorgt …
… und abtransportiert werden. (alle Fotos: Dennis Lloyd Brätsch/DRK)

Kommunikation und Kooperation der einzelnen Einsatzabschnitte gehörten zu den Schwerpunkten der Prüfung.

Kommunikation und Kooperation der einzelnen Einsatzabschnitte gehörten zu den Schwerpunkten der Prüfung.
Insgesamt zehn „Verletzte“ mussten von den Helfern versorgt …
… und abtransportiert werden. (alle Fotos: Dennis Lloyd Brätsch/DRK)

Insgesamt zehn „Verletzte“ mussten von den Helfern versorgt …

Kommunikation und Kooperation der einzelnen Einsatzabschnitte gehörten zu den Schwerpunkten der Prüfung.
Insgesamt zehn „Verletzte“ mussten von den Helfern versorgt …
… und abtransportiert werden. (alle Fotos: Dennis Lloyd Brätsch/DRK)

… und abtransportiert werden. (alle Fotos: Dennis Lloyd Brätsch/DRK)

Es schien ein entspannter Einsatztag für die Prüflinge des Gruppenführerlehrganges zu werden. Mit 16 weiteren DRK-Kräften bekamen sie am 18.02.2017 den Auftrag, eine imaginäre Laufveranstaltung im Wald des Übungsgeländes in der Pionierstraße sanitätsdienstlich abzusichern. Diese sollte für ihre Härte und damit verbundene Verletzungsgefahr bekannt sein, so dass den Helfern eine Unfallhilfsstelle (UHSt-C) sowie zwei Krankentransportwagen (KTW) zur Verfügung standen. Koordiniert durch einen Einsatzleitwagen (ELW) sollten sich diese gemeinsam mit entlang der Strecke verteilten Sanitätsstreifen um mögliche Verletzte kümmern. Einzige Herausforderung schienen die mangelhaften Absprachen mit dem Veranstalter zu sein, die eine umfangreiche Orts- und Lageerkundung vor Einsatzbeginn nötig machten.

Bevor die Laufveranstaltung jedoch starten konnte, änderte sich die Lage schlagartig: In der Nähe des Veranstaltungsgeländes war ein Hochregallager eingestürzt, zahlreiche Arbeiter wurden vermisst. Da die Berliner Feuerwehr an anderen Einsatzstellen gebunden war, wurde das Technische Hilfswerk (THW) zur Bergung entsandt. Die Laufveranstaltung wurde abgesagt und die DRK-Helfer ebenfalls zur Einsatzstelle beordert, um den Verletzten zu helfen. Binnen kürzester Zeit mussten sich die angehenden Führungskräfte auf eine neue Situation einstellen und ihre eigenen und die Helfer des THW so koordinieren, dass die vermissten Arbeiter schnell gefunden und gerettet werden konnten.

Insgesamt rund 75 Menschen waren an der großangelegten Übung beteiligt, an deren Ende zehn Helfer ihre Qualifikation als Gruppenführer erlangten. Neben den Prüflingen und ihren unterstellten DRK-Einsatzkräften aus verschiedenen Berliner Kreisverbänden sowie 20 Einsatzkräften des THW waren es vor allem die 10 Verletztendarsteller, die trotz kühlen Temperaturen und Nässe lange Zeit an der Einsatzstelle ausharrten, um sich retten zu lassen. Hinzu kamen zahlreiche Prüfer und Organisatoren und ein Verpflegungsteam des Kreisverbands Berlin-City, das zunächst ein umfangreiches Frühstücksbuffet und nach Übungsende eine heiße Suppe zum Aufwärmen bereitstellte.

Für den Hauptorganisator, Sascha Joschko, von der DRK Landesschule ein erfolgreicher Tag mit einem erfreulichen Ergebnis: „Bei einigen Prüflingen konnte schon die Eignung für weiterführende Führungsausbildungen identifiziert werden“, erklärte er. Vor allem in den wichtigen Bereichen Kommunikation, Kooperation und Integration habe man im Vergleich zu früheren Prüfungen schon deutliche Fortschritte gemacht. Dennoch werde die Landeskatastrophenschutzschule hier weiter ihre Ausbildungsbestrebungen intensivieren.

Für die neuen Gruppenführer geht es nun daran, das erworbene Wissen in realen Einsätzen und bei Übungen einzusetzen, Erfahrungen zu sammeln und sich als Führung zu festigen.

Text: Joachim Lemmel/DRK