· Pressemitteilung

Damit der Schüleraustausch nicht vom Geldbeutel abhängt: DRK vergibt sechs Vollstipendien an Berliner Jugendliche

Modellprojekt „Schüleraustausch – Bildung ohne Grenzen“ ermöglicht Jugendlichen aus Berlin ein Schuljahr in den USA, Irland und Kolumbien – Stipendiatin berichtet von nachhaltiger Wirkung

Ob ein Auslandsjahr möglich ist, hängt für viele Jugendliche vom Einkommen ihrer Eltern ab. Das Modellprojekt „Schüleraustausch – Bildung ohne Grenzen“ des DRK Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz e. V. eröffnet jungen Menschen die Chance auf ein Austauschjahr, deren Familien dies allein nicht realisieren können. In diesem Jahr erhalten sechs Berliner Schülerinnen und Schüler ein Vollstipendium für einen Schulaufenthalt in den USA, Irland und Kolumbien.

Das Interesse am Programm ist hoch. Aufgrund der Förderkriterien und intensiven Beratungsgespräche kommt jedoch nur ein kleiner Teil der Interessierten tatsächlich für ein Stipendium in Frage. Seit dem Projektstart konnten bereits 34 junge Menschen an einem internationalen Schüleraustausch teilnehmen. 

Dass ein Austausch weit mehr bewirken kann als bessere Sprachkenntnisse, zeigen die Erfahrungen der Stipendiatinnen und Stipendiaten.
 

Ich bin selbstbewusster geworden. Ich fühle mich ausgeglichener und habe gelernt, mit Unsicherheiten umzugehen, Konflikte zu klären und Verantwortung zu übernehmen. Dieses Jahr hat mich stärker gemacht – sprachlich, sozial und persönlich.

So beschreibt die Berliner Schülerin Larissa Alisch ihren Aufenthalt in Alpharetta (Georgia, USA). Ihr Erfahrungsbericht steht beispielhaft für die Entwicklung vieler Teilnehmender: Sie gewinnen Selbstvertrauen, Eigenständigkeit und interkulturelle Kompetenzen – Fähigkeiten, die sie weit über ihre Schulzeit hinausbegleiten.

Chancengerechtigkeit statt Privileg

Das Modellprojekt richtet sich gezielt an Jugendliche, deren Familien einen Schüleraustausch aus eigener Kraft nicht finanzieren könnten. Die Vollstipendien decken die wesentlichen Kosten des Auslandsaufenthalts ab und ermöglichen damit einmalige Bildungserfahrungen.

Mario Czaja, Präsident des Berliner Roten Kreuzes, betont: 

Mit unseren Vollstipendien bieten wir Jugendlichen die Chance auf ein Auslandsjahr, die unter normalen Umständen vermutlich nicht in den Genuss einer solchen Horizonterweiterung kommen würden. Die Eindrücke, die sie im Ausland sammeln, werden sie persönlich stärken und ihren Lebensweg prägen.“

Begleitet wird das Projekt wissenschaftlich durch Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) sowie Prof. Annabell Daniel (LMU München). Ziel ist es, zu untersuchen, welche langfristigen Auswirkungen internationale Austauschprogramme auf junge Menschen haben und wie mehr Chancengleichheit im Schüleraustausch erreicht werden kann.

Zahlen & Fakten

  • Vergebene Vollstipendien 2026: 6
  • Zielländer: USA, Irland und Kolumbien
  • Bisher geförderte Jugendliche: 34
  • Gesamtfördersumme seit Projektstart: rund 800.000 €
  • Laufzeit des Modellprojekts: bis Ende 2027


Über die Veranstalter und Initiatoren 

Der DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V. ist Veranstalter des Modellprojekts „Schüleraustausch – Bildung ohne Grenzen“. Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege und nationale Hilfsgesellschaft mit eigenem Jugendverband ist der Landesverband Teil der nationalen und internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegungen. Weitere Informationen unter www.drk-berlin.de. 

Der Beirat „Bildung ohne Grenzen“ ist Initiator und Begleiter des Projekts. Er baut Netzwerke und Strukturen auf, die Chancengleichheit im Schüleraustausch fördern und finanzielle sowie soziale Hürden abbauen. Seine Aufgabe ist es, das Projekt voranzubringen, weiterzuentwickeln und dauerhaft zu verankern. beiratbildung-ohne-grenzen.com 

Gefördert von: 

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