Die Katastrophenschutz-Experten der Hilfsorganisationen zogen ein Fazit des Einsatzes zu Jahresbeginn im Bezirk Steglitz-Zehlendorf und sprachen etliche konkrete Punkte an, die bei künftigen Einsätzen dringend verbessert werden müssen.
Zugleich appellierten die Hilfsorganisationen unisono an die Parlamentarier, auf die im Haushalt geplanten Mittelkürzungen im Katastrophenschutz zu verzichten. Berlins DRK-Präsident Mario Czaja sagte: „Angesichts der immer häufiger auftretenden Krisenlagen in Berlin kann es nicht um eine Ausgabenreduzierung gehen, sondern um eine deutliche Anhebung der Zuschüsse des Landes. Denn bis heute schultern die Hilfsorganisationen einen Großteil der Kosten für den Katastrophenschutz aus eigenen Mitteln. Das muss sich ändern.“
Die Hilfsorganisationen erwarten vom Land Berlin eine deutliche Aufstockung der konsumtiven Mittel für den Katastrophenschutz, um die steigenden Mieten für Garagen von Einsatzfahrzeugen, Sozial- und Schulungsräumen sowie die Ausbildung von deutlich mehr ehrenamtlichen Kräften finanzieren zu können. Darüber hinaus müsse es auch mehr investive Mittel geben, die es den ehrenamtlichen Kräften ermöglichen, mit zeitgemäßer Technik und Fahrzeugen in die Einsätze zu gehen. Eine dritte Forderung ist die Gleichstellung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen mit denen der Freiwilligen Feuerwehr oder des THW, die bislang bei der Lohnfortzahlung in Einsatzlagen und bei Schulungen deutlich besser dastehen.
Innensenatorin Spranger und CDU-Fraktionschef Stettner sagten eine Prüfung der Anliegen der Hilfsorganisationen zu und bedankten sich für das hohe Engagement der Kräfte beim jüngsten Stromausfall.
