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Hitze in Berlin: So schützen Sie sich an heißen Tagen

Für die kommenden Tage werden in Berlin hohe Temperaturen erwartet. Hitze kann insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und andere vulnerable Gruppen zur gesundheitlichen Belastung werden. Der Landesarzt des Berliner Roten Kreuzes, Jens Retter, gibt Tipps für heiße Tage und verweist auf Unterstützungsangebote.

Die angekündigte Hitzewelle stellt für viele Menschen eine besondere Herausforderung dar. Vor allem ältere Menschen reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich gesundheitliche Risiken jedoch deutlich reduzieren.

„Hitze wird häufig unterschätzt. Besonders ältere Menschen haben oft ein geringeres Durstgefühl und bemerken Warnzeichen des Körpers später. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig vorzusorgen und auf sich sowie auf andere zu achten“, sagt Jens Retter, Landesarzt des Berliner Roten Kreuzes.

Ausreichend trinken

An heißen Tagen benötigt der Körper mehr Flüssigkeit. Trinken Sie regelmäßig Wasser oder ungesüßte Getränke und warten Sie nicht, bis Durst entsteht. Hilfreich können feste Trinkzeiten oder sichtbar bereitgestellte Getränke sein.

Die Wohnung kühl halten

Lüften Sie möglichst früh am Morgen oder nachts, wenn die Temperaturen niedriger sind. Tagsüber sollten Fenster geschlossen bleiben. Rollläden, Vorhänge oder Jalousien helfen dabei, Wohnräume vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Hitze vermeiden

Körperliche Anstrengungen sollten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Vermeiden Sie direkte Sonne und suchen Sie nach Möglichkeit schattige oder klimatisierte Orte auf.

Gut schützen

Leichte, helle Kleidung unterstützt den Körper bei der Wärmeregulierung. Auch eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz sollten bei Aufenthalten im Freien nicht fehlen.

Aufeinander achten

Besonders wichtig ist es, auf Menschen im eigenen Umfeld zu achten. Ein kurzer Anruf oder ein Besuch bei älteren Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunden oder Angehörigen kann einen großen Unterschied machen.

„Fragen Sie nach, ob Unterstützung benötigt wird. Gerade alleinlebende ältere Menschen profitieren davon, wenn jemand regelmäßig Kontakt hält und sich erkundigt, ob alles in Ordnung ist“, so Jens Retter.

Unterstützung durch den Hitzeservice von Silbernetz

Für ältere Menschen bietet das Infotelefon von Silbernetz einen besonderen Hitzeservice an. Dort erhalten Anrufende Informationen zum Hitzeschutz, individuelle Hinweise für ihre persönliche Situation sowie Informationen zu kühlen Orten in ihrer Umgebung.

Darüber hinaus können sich Seniorinnen und Senioren für den Hitzeservice registrieren lassen. Bei angekündigten Hitzeereignissen werden sie telefonisch vorab informiert und können sich so rechtzeitig vorbereiten.

Der Hitzeservice des Infotelefons von Silbernetz ist erreichbar unter:

030 544 533 0 533

Montag bis Freitag: 9 bis 16 Uhr
Samstag: 9 bis 13 Uhr

Das Berliner Rote Kreuz empfiehlt insbesondere älteren Menschen und ihren Angehörigen, dieses Angebot bei Bedarf zu nutzen.