Auch in Berlin begleitet der DRK-Suchdienst zahlreiche Ratsuchende. Aktuell laufen hier 244 aktive Suchanfragen nach Familienmitgliedern. Aufgrund aktueller bewaffneter Konflikte, Flucht, Vertreibung und Migration verlieren viele Menschen den Kontakt zueinander. Die meisten Betroffenen, die in Berlin Unterstützung suchen, stammen aus Afghanistan, Syrien, der Ukraine, Somalia und dem Irak, daneben auch aus Ländern wie Sudan, Guinea, Benin, Gambia oder Äthiopien. Allein seit Jahresbeginn gingen in der Berliner Beratungsstelle bereits 45 neue Anfragen zur internationalen Suche ein.
„Die Suche nach vermissten Angehörigen ist für die Familien ein emotional belastender, oft lebenslanger Prozess. Wir geben ihnen einen geschützten Raum, über ihr Erlebtes zu sprechen, und leiten die Suche über das internationale Rotkreuz-Netzwerk ein“, sagt Joana Lieball, die Leiterin des Berliner Suchdienstes.
Der DRK-Suchdienst ist Teil des internationalen Suchdienst-Netzwerks der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. In enger Zusammenarbeit mit 191 Nationalen Gesellschaften und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz gelingt es, alle 30 Minuten das Schicksal einer vermissten Person aufzuklären.
Mehr Informationen sowie Online-Formulare für Suchanfragen gibt es unter: www.drk-suchdienst.de